Abstract
in der Zeit der SchliejJung der Tekkes im Jahre 1826 erlebte das Bektaschitum seine Blüte und in jenen Jahren war der Orden als solches auch besonders fruchtbar. Es wird angenommen, dass der Orden aufgrund der geistigen Beziehung zum Janitscharenkorps geschlossen wurde, obwohl in den [vorhandenen] Quellen andere Gründe angegeben werden. Der Staat betrachtete dies [namlich] als eine religiöse Angelegenheit und beschuldigte den Janitscharenkorp der Verbrüderung mit einem Sufi- Orden. Diese SchliejJung [der Tekkes des Bektaşı Sufi-Ordens] hatte sowohl kulturelle als auch ökonomische Verluste in Bezug auf das Türkentum Anatoliens und Rumeliens zur Folge, da der Bektaşı -Sufiorden zu den Institutionen gehörte, die die türkische Kultur bildeten. Dieses [kulturelle] Gebilde stellte [aujJerdem] eine Lebensader der schriftlichen und mündlichen Literatur dar, die sich unter dem Einfluss der Vorstellung der "Einheit des Seins ("vahdet-i vücut") entwickelte. Diese Tradition lebt jedoch mit den als verboten erachteten Vorstellungen des Bektaschitums bis heute fort und übt seinen Einfluss auf das heutige Denken [immer noch] aus.
Schlagwörter: Schlüsselbegriffe
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